Fachhochschulen warten nach wie vor auf Ausfinanzierung der Lehre

Unmut im FH-Sektor nimmt zu

Im Hinblick auf die morgigen Budgetberatungen im Nationalrat zu den Budgetkapiteln Bildung, Wissenschaft und Forschung weist FHK-Präsident Ribitsch erneut auf die fehlenden Mittel bei der Studienplatzfinanzierung der Fachhochschulen hin: „Die Zahlen liegen auf dem Tisch, Herr Minister! Setzen Sie jetzt die im Regierungsprogramm angekündigte Erhöhung der FH-Fördersätze endlich um. Denn schon vor Covid-19 war die Lehre, für die der Bund zuständig ist, nicht ausfinanziert. Wir Fachhochschulen haben in den letzten Wochen bewiesen, dass wir uns schnell und flexibel auf Krisensituationen einstellen können. Umgehend wurden für die laufenden Aufnahmeverfahren adäquate Lösungen geschaffen, wurde der Lehr- und Studienbetrieb auf online umgestellt und alles unternommen, damit Studierende ihr Studium ohne Verzögerung abschließen können. Jetzt müssen Sie, Herr Minister, beweisen, dass Sie sich der Krise der Fachhochschulen annehmen. Die Fachhochschulen und ihre Studierenden verdienen einen Wissenschaftsminister, der sich für sie einsetzt und der im Sinne der Studienqualität eine Ausfinanzierung der Lehre sicherstellt.“

Der FH-Sektor reagierte mit Erschütterung und Verständnislosigkeit darauf, dass BM Faßmann im Budgetausschuss von letzter Woche meinte, man könne die Beibehaltung der FH-Fördersätze auf ihrem jetzigen Niveau als Fortführung von Offensivmaßnahmen bezeichnen.
Zur Erinnerung: Die letzte nur geringfügige Wertanpassung der Studienplatzfinanzierung erhielten die Fachhochschulen 2015. Seit Beginn des Studienbetriebes im Jahr 1994 beträgt der Wertverlust auf Basis des VPI knapp 33 Prozent, auf Basis des Tariflohnindex knapp 53 Prozent. Das sind 2.500 Euro bzw. rund 4.000 Euro weniger Bundesförderung pro Studierende bzw. pro Studierendem und Jahr.

„Unser Appell richtet sich mit Blick auf die morgigen Budgetberatungen auch an den österreichischen Nationalrat. Die Fachhochschulen brauchen eine monetäre Zusage seitens des Wissenschaftsressorts, auf der sie die künftige qualitative und quantitative Weiterentwicklung ihrer Studiengänge sichern können. Bitte unterstützen Sie dieses wichtige Anliegen der österreichischen Fachhochschulen“, so Ribitsch abschließend.



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