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Die Lösung für den Fachkräftemangel nicht nur im Ausland suchen

09.04.2019 14:56

Zurecht melden sich täglich Ökonomen und Wirtschaftsexperten und beklagen das immer größer werdende Problem des Fachkräftemangels. Allein die Industrie sucht aktuell 60.000 Fachkräfte aus den unterschiedlichsten Bereichen.

„Doch anstatt in die österreichischen Fachhochschulen zu investieren, wie die Fachhochschul-Konferenz seit Monaten fordert, müssen die Fachhochschulen jedes Jahr tausende studierwillige junge Menschen aufgrund nicht ausreichender Studienplätze abweisen“, so Raimund Ribitsch, Präsident der Österreichischen Fachhochschul-Konferenz (FHK).

Ribitsch unterstreicht die Prognose von IHS-Chef Kocher, wonach Österreich drauf und dran sei schon 2022/23 in einen chronischen Fachkräftemangel zu schlittern. Aus diesem Grund müsse jetzt sofort in einen massiven Ausbau des FH-Sektors investiert werden. Jedes weitere Zögern bedeutet wieder verlorene Jahre, also Jahre ohne neue AbsolventInnen für die heimische Wirtschaft. „Erst wenn man das Potential im Inland gehoben hat, ist es legitim, sich auch im Ausland nach zusätzlichen Arbeitskräften umzusehen“, so Ribitsch.

Aus Sicht der FHK und der Wirtschaft bedarf es, um zukunftsfit zu sein, sofort einer massiven Investition in die seit Jahren nicht erhöhten Fördersätze und in den mengenmäßigen Ausbau der Studienplätze. Die Fachhochschul-Konferenz stellt in diesem Zusammenhang klar, dass die aktuell pro Jahr vorgesehenen 330 neuen Studienplätze (das entspricht 16 neuen Studienplätzen pro Fachhochschule und Jahr!!) ganz sicher nicht ausreichen, um einem chronischen Fachkräftemangel vorzubeugen!

„Österreich muss schon heute in die eigene Zukunft, also in seine eigenen jungen Menschen, investieren. Tut die Bundesregierung das nicht, fehlen nicht nur der Wirtschaft die dringend benötigten hochqualifizierten Arbeitskräfte, sondern man verhindert auch, dass tausende studierwillige junge Menschen die Chance erhalten, sich durch ein Studium zukunftsfit zu machen!“ so Ribitsch. Nirgendwo könne man besser nachvollziehen, wie viele finanzielle Mittel notwendig seien, um eine entsprechende Anzahl von AbsolventInnen hervorzubringen, wie im Fachhochschul-Sektor, verweist Ribitsch abschließend auf eine der Stärken des effektivsten und transparentesten Hochschulsektors in Österreich.

Rückfragehinweis:
Mag. Kurt Koleznik
FHK-Generalsekretär
Tel.: 0664/4244294
E-Mail: kurt.koleznik@fhk.ac.at


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