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UAS4EUROPE: „Europa braucht die Fachhochschulen – die Fachhochschulen brauchen Europa!“

06.03.2018 10:34

Fachhochschulen tauschen sich mit EU-Politik über ihre Funktion im künftigen 9. Forschungsrahmenprogramm aus – ihre Forschung steht für Wirkungsorientierung und gesellschaftliche Relevanz.

VertreterInnen der EU-Kommission sowie RepräsentantInnen zahlreicher nationaler und europäischer politischer Vertretungen trafen sich am vergangenen Mittwoch in Brüssel zum „Croissant Event, UAS4EUROPE for FP9!“. Im Zentrum stand ein politischer Austausch über die Rolle und Funktion der europäischen Fachhochschulen (Universities of Applied Sciences - UAS) im 9. Forschungsrahmenprogramm.

Einigkeit herrschte darüber, dass die Fachhochschulen als Forschungseinrichtungen vor allem durch ihre heterogenen Forschungspartnerschaften hervorstechen. Fachhochschulen kooperieren gleichermaßen mit Universitäten, außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Unternehmen/Industrie sowie öffentlichen und privaten Stellen. Allen europäischen Fachhochschulen ist immanent, dass sie anwendungsbezogen forschen. In den Regionen, in denen sie verankert sind, gelten sie als Schlüsselinstitutionen für den Innovationstransfer in alle gesellschaftlichen Bereiche. Fachhochschulen forschen wirkungsorientiert und legen dabei den Fokus auf die gesellschaftliche Relevanz ihrer Forschungsaktivitäten. So brachte es Luciana Vaccaro, die aktuelle Vorsitzende von UAS4EUROPE, in ihrem Statement auf den Punkt: „Europa braucht die Fachhochschulen – die Fachhochschulen brauchen Europa!“

Kurt Vandenberghe, Direktor in der Generaldirektion für Forschung der EU-Kommission, betonte, dass die Fachhochschulen gerade auf Grund ihrer wirkungsorientierten Forschung eine wichtige Rolle im 9. Rahmenprogramm spielen werden. Sie tragen Sorge dafür, dass in den eingereichten Forschungsprojekten die gesellschaftliche Relevanz der Forschungsaktivität, die Einbindung der Bevölkerung bzw. unterschiedlicher Stakeholder und die Wirkungsorientierung des Forschungsvorhabens entsprechend gegeben sind. Gerade in diesen Bereichen sieht die EU-Kommission im aktuellen Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020 Verbesserungspotenziale, die im 9. Rahmenprogramm in Angriff genommen werden sollen.

„Aus österreichischer Sicht freuen wir uns darüber, dass die Kommission die Bedeutung der fachhochschulischen Forschung erkannt hat. Trotzdem kommen gerade im EU-Forschungsrahmenprogramm aufgrund der zu geringen budgetären Ausstattung des Programms zahlreiche als exzellent bewertete Forschungsvorhaben nicht zum Zug. Das muss sich dringend ändern“, zeigt sich Kurt Koleznik, Generalsekretär der FHK, überzeugt. „Gleichzeitig zeigt ein Blick in andere Länder (z.B. Deutschland, die Schweiz, Irland oder Portugal), dass nationale Maßnahmen wie eine nachhaltige Forschungsfinanzierung sowie die Möglichkeit, extern qualitätsgesicherte Doktoratsprogramme einzurichten, den Fachhochschulen und ihrem regionalen Umfeld neue Entwicklungsmöglichkeiten eröffnen. Daher werden wir uns seitens der FHK auch weiterhin für eine Umsetzung dieser beiden Maßnahmen in Österreich einsetzen“, so Koleznik abschließend.

UAS4EUROPE ist ein Zusammenschluss europäischer Organisationen und Fachhochschulvertretungen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, die Forschung an Fachhochschulen im Kontext der Europäischen Union stark zu positionieren. Mehr zu UAS4EUROPE unter Twitter: UAS4EUROPE(@UAS4EUROPE) und www.uas4europe.eu


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